Alternativen, wie man besser Englisch lernen kann

In ihrem Test von 2013 hat die Stiftung Warentest WSI für seinen Sprachunterricht ein "Ausreichend (4,0)" gegeben - und das unter erstaunlich guten Rahmenbedingungen, die ich so nicht vorgefunden habe. Auf jeden Fall ist das ein Niveau, das leicht zu schlagen ist. Nun habe ich keinen umfassenden Test veranstaltet, aber im Grunde ist alles besser, was ich bisher ausprobiert habe.

Klassisch: der Präsenz-Sprachkurs

Reden lernt man durch Reden, das wird sich so bald nicht ändern. Und wenn es irgendwie möglich ist, dann auf einer Sprachschule im Lande. Ich war 1991 bei International House London und würde das jederzeit weiterempfehlen. Auch nach Aussage meiner Mitstudenten, die teilweise mehrere Londoner Sprachschulen kennengelernt haben, ist sie der Ort der Wahl. Damals habe ich beschlossen, irgendwann eins der anderen angeschlossenen Häuser zu besuchen und habe das 2014 für meine ersten Schritte in Italienisch in Florenz getan. Für weitere Infos zu Sprachreisen allgemein kann man einen Blick auf Sprachreisenengland.net werfen oder aber - wenn es vielleicht gleich ein Internat sein darf - auf internat-england.com.

Natürlich geht das so nicht immer - Sprachreisen können oft nur sehr junge Leute ohne weitere Verpflichtungen einrichten. Dann hilft noch immer ein Sprachkurs an einer örtlichen Sprachschule. Auch da gibt es natürlich große Unterschiede, ein Kenner hat mir die Faustregel verraten, dass kleinere Institute oft besser wären als die großen. Meine Prüfungsvorbereitungen habe ich in Berlin jeweils bei GLS gemacht, das werde ich auch weiter tun. Die Lehrer, die mir dabei begegnet sind, würde ich jederzeit weiterempfehlen, über die regulären Kurse kann ich aber wenig sagen.

Online und flexibel: Babbel

Leider habe ich Babbel erst entdeckt, als ich nach dem Italienisch-Kurs meine Kenntnisse warmhalten wollte. Denn dort wird das und noch mehr geboten, was ich mir von WSI erhofft hatte: flexibles Lernen nach eigenem Duktus. Ob am PC oder am Smartphone, Babbel geht immer, auch unterwegs, wenn man mal 10 Minuten Zeit hat. An diversen Kleinigkeiten sehe ich auch noch Verbesserungsbedarf, aber das Konzept ist einfach perfekt für Leute, die aus eigenem Antrieb lernen wollen und mit Kursschemata schlecht zurecht kommen. Man lernt thematisch wie z.B. "Essen und Getränke" oder "Business travel" oder nach den Niveaus des Europäischen Referenzrahmens. Der absolute Vorteil an Babbel ist jedoch die Unterstützung beim Vokabelnlernen. Das kann nichts und niemand so gut wie der Computer. Je nach meinen bisherigen Leistungen wird mir der Lernstoff in größeren oder kleineren definierten Abständen immer wieder vorgelegt, bis ich ihn kann. Und was ich nicht lernen will oder sowieso kann, lösche ich. Wenn ich Vokabeln oder Ausdrücke woanders aufgeschnappt habe und sie ebenfalls lernen will, füge ich sie hinzu. Ich werde behandelt wie ein erwachsener Mensch.

Natürlich werden die aktiven Fähigkeiten nicht in gleicher Weise gefördert, noch kann kein Avatar einen Gesprächspartner ersetzen. Aber es wird eine Vermittlung der Teilnehmer aus den diversen Ländern untereinander angeboten, so dass sich hier auch Möglichkeiten bieten. Für meine Wünsche in Italienisch reicht es allemal, in Englisch finde ich es sehr angenehm, einfach bestimmte Floskeln bestimmter Themenbereiche konzentriert vorgesetzt zu bekommen, weil ich eben schon eine Menge kann, aber lange nicht alles. Und zwei Dinge machen mir Babbel - das mich nicht für diese Werbung bezahlt :) - besonders sympathisch: man kann kostenlos probieren, wie das Konzept gefällt und wenn man es kauft, ist es im Vergleich zur Leistung unschlagbar preiswert.

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